Bear or no bear…
Auch die 2. Nacht haben wir geschlafen wie die Babies und wurden von der Sonne wachgeküsst. Nach einem gemütlichen Frühstück, einer kurzen Dusche (trotz Sonne ist es morgens sehr frisch!) und Verstauen aller eventuell herumfliegenden Dinge sind wir zu unserem nächsten Domizil gestartet. Nächster stop ist der Arrowhead Nationalpark Nähe Huntsville.
Auf dem Weg dorthin hat Ricardo einen Aussichtspunkt bei einem Wasserfall ausgemacht, den wir zuerst angesteuert haben. Alle Ausfahrten des Highways sind rechts, nur diese Ausfahrt war links!!!! Heißt, einmal quer über die zwei entgegenkommenden Spuren. Bei doch beträchtlichem Verkehr und erlaubten 100 km/h glich dieses Manöver einem sehr gewagten Unterfangen. Haben ja schließlich keinen Porsche unterm Hintern! Aber aller Aufregung zum Trotz kam die erlösende Lücke und wir konnten queren um dann kurz darauf die Einfahrt zum Parkplatz zu verpassen 🙈 Wenden in 3 Zügen, hm, auch schlecht mit dem Ding, also einen schönen Rundkurs mit 8 km Umweg gefahren um dann festzustellen, dass die Zufahrt zum Wasserfall gesperrt war 😂
Also sind wir direkt zum Campingplatz weiter. Die nette Dame aus Peru hat Ricardo alles Wesentliche auf spanisch erklärt (dann kann ja nix mehr schief gehen). Hatten einen Platz an der Seite und neben uns eine 30köpfige Family and Friends Armada aus Canada, die Thanksgiving vorgefeiert haben. Echt coole Leute, die uns an beiden Abenden zum Lagerfeuer eingeladen haben.



Huntsville war 7 km zu Fuß entfernt und da wir bestes Wetter hatten, sind wir losmarschiert. Die Lady aus Peru war schon entsetzt, dass wir nach Huntsville laufen wollten, aber die uns entgegen gekommenen Autofahrer haben vermutlich schon mehr Bären auf der Straße gesehen, als Fußgänger. Manche haben sich sogar komplett auf die Gegenfahrbahn manövriert, Fußgänger sind denen wohl unheimlich 😂

Huntsville war megaschön, ein richtig entspanntes Örtchen. Der angesteuerte Pub war schnell gefunden und wir haben ein schönes Plätzchen auf der „Rooftopbar“ ergattert. Mega idyllisch aber leider nach Sonnenuntergang auch ziemlich kalt! Wir haben uns den Whiskey Sour und das eiskalte Bier (passend zur Umgebungstemperatur) und unser Abendessen trotzdem schmecken lassen.



Danach haben wir uns beim Absacker in der ortsansässigen Brauerei aufgewärmt und anschließend mit dem Taxi zurück zum Campground bringen lassen. Der Weg vom Eingang zum Camper war tatsächlich etwas unheimlich, wurden wir doch darauf hingewiesen, dass eine Bärin mit Jungen auf dem Gebiet gesichtet wurde. Haben es aber ohne einen Bären zu sehen sicher in unser Schneckenhaus geschafft. Family and Friends hatte noch mit Countrymusik am Lagerfeuer gechillt, uns hat es aber ins gemütliche und warme Bettchen gezogen, wo wir uns eingekuschelt und ins Land der Träume verzogen haben.
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