Highland Backpacking Trail
Heute war ich früh wach, Ricardo hat sich noch ums Brennholz gekümmert und sein bestes gegeben! Ganz vorsichtig bin ich aus dem Bett geschlichen (jede Bewegung in so nem Camper bringt das Ding zum Schaukeln….) und hab mir einen Kaffee gemacht. Danach hab ich mich raus geschlichen und die kühle Morgenluft genossen. Na gut, ehrlicherweise hab ich auf dem Weg zur Toilette meine Guten Morgen Zigarette geraucht 😂 Als ich zurück war, kam aus Richtung Koje ganz vorwurfsvoll „Du warst weg!!!!“. Ok, fertig mit Sägen, erstmal Kaffee ans Bett für meinen fleissigen Holzmacher 😉
Da wir heute einen größeren Trail geplant haben, gab‘s ein umfangreiches Frühstück mit Spiegelei und Speck, Brot, Käse und Marmelade. Sehr lecker 😋 Schwups noch 2 Sandwiches für die Pause belegt, Wasser und Bier eingepackt und schon ging’s los. Alkohol im Park ist zwar verboten, aber wir hoffen, dass die Bären uns nicht anzeigen 😉
Bereits nach wenigen 100 Metern auf dem Trail zeigte sich der Weg echt abenteuerlich. Da wo sonst vielleicht der Weg ist war ein kleiner See. Begehbar über eine dünne Holzplanke. Gut wenn man das Gleichgewicht halten kann! Danach wurde über Felsen geklettert, bereits jetzt war uns klar, diese 17 Kilometer werden anspruchsvoll 😰




Der erst Spot war ein kleiner Wasserfall, sehr schön. Über die Brücke durfte man nur alleine, nicht gerade vertrauenserweckend, aber da sind wir noch trockenen Fußes drüber gekommen.


Der Trail ging einmal rund um den Provoking Lake. Die ersten 10 Kilometer führten uns nur durch den Wald, den See konnte man nur manchmal sehen bzw. besser erahnen. Wenn die Sonne in den Wald schien, erstrahlte alles in golden und leuchtend rot.

Es war wirklich abenteuerlich: hoch, runter und immer wieder Wasser auf dem Weg, welches es irgendwie zu überwinden gab. Mal über Baumstämme und Steine, oft aber auch völlig abseits durch den dichten Wald, weg vom Weg. Ricardo hat mal seinen Schuh im Wasser verloren, ich stand mehrmals mitten im Matsch. Schön wenn Matsch und Wasser sich den Weg in die Schuhe bahnen 🙈 Durch das viele Laub ließ sich oft nur erahnen ob drunter eine Moorlandschaft wartet oder die Füße trocken bleiben.



Manche Baumstämme sind auch beim Betreten einfach in sich eingesackt, so morsch waren sie und schon waren die Füße wieder nass. Irgendwann war’s dann auch egal, nasser ging eh fast nimmer! Aber es hat Mega Spaß gemacht.



Als wir bei Kilometer 10 angekommen sind, konnten wir zum ersten Mal direkt an den See. Dort sind mehrere Plätze um zu zelten mit Feuerstelle und Bank, echt traumhaft. Gezeltet hat auf den 8 möglichen Plätzen aber niemand, gut bei 2 Grad in der Nacht…. Bei Zeltplatz 5 haben wir unsere Pause gemacht, unsere Brote und ein Bier getrunken und vor allem die Sonne genossen. Unglaublich dass wir um diesen See gelaufen sind!!!!



Vor uns lagen noch 7 Kilometer und da wir nicht wussten, welche Unwegbarkeiten noch auf uns warten, haben wir die Pause kurz gehalten. Im Dunkeln wollten wir auf keinen Fall mehr im Wald sein. Normalerweise wandern wir ca. 5 Kilometer die Stunde, heute schafften wir maximal 3!
Der restliche Weg war ähnlich abenteuerlich, aber keine unüberwindbaren Gegebenheiten.



Gegen 18 Uhr waren wir geschafft, aber glücklich wieder zurück an unserem Schneckenhaus. Gefühlt ausgehungert hat Ricardo die Feuerstelle angeworfen, ich hab mich um den Salat gekümmert. Es gab wieder leckeres Steak und Würstel, was wir drinnen im Warmen gegessen haben. Es ist draußen um die Jahreszeit einfach zu kalt…. Nach dem Essen wurde das Feuer draußen nochmal angeworfen, wo wir einen Whiskey und Ricardo noch eine Zigarre genossen hat.
Anschließend haben wir es uns drinnen wieder gemütlich gemacht, bevor der Wein das Sandmännchen mitgebracht hat 😉
Kommentare
Kommentar veröffentlichen