Nass bis auf die Haut - aber glücklich!

Die erste Nacht war sehr gemütlich und kuschelig. Da wir vor dem Sonnenaufgang wach geworden sind, gab es den ersten Kaffee (aus der Nespresso Maschine) im Bett. Als die Sonne aufging haben wir ein leckeres Frühstück genossen und uns dann startklar zur Abfahrt gemacht.

Da wir gestern zu spät dran waren, wollten wir morgens die Fahrt mit dem Boot in die Falls machen. Am Vortag haben wir schon erkundet wo wir parken können, ist ja nicht ganz so einfach wie mit nem Auto…. Der bereits auf dem Parkplatz stehende Bus hat sich bei näherer Betrachtung als Camper entpuppt! Unser Schneckenhaus wirkt daneben wie eine Flosamenschale 🙈

Wir hatten Glück, an der Kasse stand keiner an und am Anlegesteg waren wir in der ersten Reihe. So konnten wir uns die besten Plätze auf dem Boot sichern, vermutlich auch die nassesten 😂 Inklusive waren dünne Regenponchos, die wir uns direkt übergeworfen haben. Das war auch gut so, sonst wären wir sicher bis auf die Unterhose nass gewesen! Das Boot fährt direkt in die Gischt der Niagarafälle. Bei 150 Millionen Liter pro Minute, die aus mehr als 50 Meter über die Kante stürzen, hat man vielleicht eine vage Vorstellung welche Kraft und Energie dort unten ankommt. Die Gischt ist kein schwacher Nebel, nein das kommt einem Wolkenbruch gleich! Absolut phantastisch und überwältigend.

Wie die gebadeten Pudel sind wir zu unserem Schneckenhaus zurück, gut dass wir uns gleich was trockenes anziehen konnten 😉 Bevor wir zum nächsten Campground sind, haben wir wieder eine Runde durch den Supermarkt gedreht. Feuerholz, Anzünder, Aluschale…. Heute wollten wir unser Steak grillen, das Wetter war Bombe und der Hunger schon wieder riesig. Frische Luft macht hungrig!

Angekommen in Blue Mountain stellte sich raus, dass der uns zugewiesene Platz belegt war…. Also Ricardo wieder zur Anmeldung und mit der Lady im Schlepptau wieder zurück. Da wir aus der Ecke rückwärts raus mussten, durfte Ricardo ans Steuer - endlich!!!! Die Lady hat uns zu nem anderen Platz begleitet und dort war es soviel schöner. Bei dem anderen wären wir von Dauercampern umzingelt gewesen, dort hatten wir nur einen daneben und ansonsten freien Blick in die Natur. Ein kurzer Exkurs zu den Dauercampern: die Wohnmobile sind fast alle vergleichbar groß wie der „Bus“ oben, bei schönem Wetter wird der Rasenmäher und Kantentrimmer angeworfen und mit der Motorsäge das Brennholz zurecht geschnitten. So geschehen bei dem belegten Platz!

Da unser Platz normalerweise auch von Dauercampern belegt ist, hatten wir eine wunderbare Holzterasse mit Loungemöbeln. Dort gab es das Anlegebier und Bekanntschaft mit Joe, unserem Nachbarn. Ein wenig Abendsport mit Cloe dem Hund, der Freude dran hatte, wenn wir den Ball geworfen haben. Ein Problem gab es allerdings, wir hatten keinen Strom. Unsere Vermutung war, dass dieser abgestellt war und Joe hat sich mit einem Wegbier aufgemacht um irgendwo zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Scheinbar lag es an unserem Camper…. Am nächsten Tag hat sich herausgestellt, dass wir einen Adapter gebraucht hätten. Wir haben zwar einen von 30 auf 15 Ampere, aber nicht von 50 auf 30. Klar, diese Monster von Wohnmobilen brauchen sicher mehr… Zum Glück haben wir sogar einen Generator, sodass wir morgens die Kaffeemaschine und den Toaster anwerfen können.

Ricardo hat sich dran gemacht uns ein Grillfeuer für die Steaks zu zaubern, ich hab diese derweil mariniert und einen Salat vorbereitet. Es ist so relaxed und einfach schön 🥰

Das mit dem Feuer und der Glut hat schonmal gut geklappt, nur musste jetzt die Hitze auch an die Steaks. Unsere erste Konstruktion mit dem Rost des Gasherdes war suboptimal. Also Rost wieder runter und mit dem Brennholz versucht eine einigermaßen ebene Fläche zu bauen, wo die Aluschale sicher stand.

Bingo, so hat es einwandfrei funktioniert und wir hatten ein phantastisches Abendessen mit Steak, Folienkartoffeln, Salat und Rotwein aus der Gegend. Besser geht nicht.

Ein Weilchen sind wir noch am Lagerfeuer gesessen, bevor wir kurz vor 21 Uhr in die Koje gekrochen sind.

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